NS-Mahnmal

von freakoutcrazy

Die „Graue Busse“ sollen bleiben

Das „Denkmal der Grauen Busse“ soll dauerhaft vor dem Landeshaus im Kölner Stadtteil Deutz zu sehen sein. Der Kulturausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland habe dies am Mittwoch einstimmig beschlossen, teilte der Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Köln mit. Eine endgültige Entscheidung soll in der Sitzung am 13. Februar fallen. Die Betonskulptur zur Erinnerung an die Ermordung von psychisch Kranken während des Nationalsozialismus steht seit dem vergangenen September in Köln.

Mit der Aufstellung des Denkmals bekennt sich der LVR nach eigenen Angaben als Nachfolger des Provinzialverbandes Rheinland zum Massenmord an fast 10.000 Psychiatriepatienten aus dem Rheinland. Das Betondenkmal der Künstler Horst Hoheisel und Andreas Knitz besteht aus zwei 70 Tonnen schweren Nachgüssen der Transportfahrzeuge, mit denen Kranke und Behinderte damals in die Tötungsanstalten deportiert wurden, wie der LVR mitteilte. Einer steht fest installiert auf dem Gelände der ehemaligen „Heilanstalt“ Weißenau in Ravensburg. Der zweite ist als begehbares mobiles Denkmal in ganz Deutschland unterwegs und war bereits an sieben Standorten zu sehen.

Nur wenige der beteiligten Ärzte zur Rechenschaft gezogen

Im Rheinland lebten nach Angaben des LVR 1939 knapp 29.000 Menschen in psychiatrischen Einrichtungen, fast die Hälfte von ihnen in den sieben Heil- und Pflegeanstalten des Provinzialverbandes, dessen Rechtsnachfolger der LVR ist. Die verantwortlichen Anstaltsärzte der Provinzial-Heil- und Pflegestationen hätten damals aktiv die „Euthanasie“-Politik der Nationalsozialisten unterstützt, hieß es weiter. Nur wenige der beteiligten Ärzte seien nach dem Krieg zur Rechenschaft gezogen worden.

Quelle

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