Veranstaltungen

2014

Vortrag / Talk

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Ein neues Verständnis von suizidalen Gefühlen

Suizidgefühlen wird mit Angst und Unverständnis begegnet. Das soziale Umfeld verurteilt oftmals Suzidgefühle und verweist Menschen, die solche spüren an das psychiatrische System, welches auf Suizidgefühle mit Verhaltenstherapie, Gefahrenabwehr und Psychopharmaka reagiert. Aber unterstützt eine solche Behandlung wirklich die betroffenen Menschen – und verhindert dadurch den Suizid? Oder verschlimmert diese nicht vielmehr die Dinge? Was könnten neue Wege des Umgangs und des Lebens mit Suizidgefühlen sein? Psychiatrischer Zwang, auch wenn von seinen Vertreter_innen als Hilfe gedacht, verursacht Schaden. So lernen Menschen, aus Angst vor Zwangsbehandlung ihre Suizidgefühle zu verstecken. Dies führt dazu, dass bedürfnissorientierte Unterstützung erschwert wird. Dieser Vortrag soll helfen das Tabu um suizidale Gefühle und Gedanken zu brechen und bestärken offener über Suizidgefühle und – gedanken zu sprechen, sowie konkrete Möglichkeiten aufzeigen, wie wir uns und andere abseits der Psychiatrie unterstützen können. Der Vortrag basiert auf der mehr als 10 Jahre langen Erfahrung von Will Hall in der Arbeit mit Peer Support Gruppen, seiner Erfahrung als Therapeut und Ausbilder und seiner persönlichen Erfahrung als Überlebender von Suzidversuchen und als jemand, der ein Familienmitglied durch Suizid verloren hat. Der Vortrag wird in Englisch gehalten. Flüsterübersetzung ins deutsche wird angeboten.

A New Understanding of Suicidal Feelings

Suicidal feelings are surrounded by fear and misunderstanding. Communities are often judgmental and encouraged to report suicidal feelings to mental health professionals, while the standard of care in behavioral health emphasizes rapid risk assessment and medical intervention. Does this professionalized approach truly support people – and prevent suicide? Or does it make things worse? What are new ways of responding to and living with suicidal feelings ? Though intended to help, forced hospitalization often end up only doing more harm. Many people afraid of forced treatments learn to hide their suicidal feelings – further isolating them from support. This event will help overcome the taboo surrounding suicidal feelings, empower us to speak more openly, give us concrete tools for engaging ourselves and others, and prepare us to transform organizational cultures and community responses to suicidal feelings , especially related to hearing voices and experiences called psychosis . This evenings content will be based on Will Hall’s more than 10 years‘ work with peer support groups; his experience as a therapist and mental health trainer, and his personal history as both a survivor of suicide attempts and as someone who has lost a family member to suicide.

22.10.14 // 19:00 Uhr // Tristeza // Pannierstr. 5, 12047 Berlin

Podium

Eine Gesellschaft für Alle?
Inklusion zwischen Utopie und Herrschaftstechnik

Die behindert und verrückt feiern – Pride Parade Berlin geht in diesem Jahr in die zweite Runde. Schon im Vorfeld der Parade gibt es Veranstaltungen. Am 21. Mai organisieren wir eine Diskussion zur oft großspurigen Rede von Inklusion und den realen Bedingungen, unter denen behinderte Menschen in unserer angeblich schon fast inklusiven Gesellschaft leben. Wo kommt die Idee der Inklusion eigentlich her? Ist immer Inklusion drin, wo Inklusion draufsteht? Wie würde sich die Gesellschaft durch Inklusion verändern? Gibt es in ihr noch ein Innen und ein Außen? Sind am Ende etwa doch nur die Nützlichen von Interesse? Mit diesen Fragen werden wir uns bei der Veranstaltung beschäftigen.

Podiumsgäste:

  • Swantje Köbsell, langjährige Aktivistin der Krüppelbewegung und Professorin für Disability Studies
  • Jasna Russo, langjährige Aktivistin der internationalen Bewegung von Psychiatriebetroffenen und Sozialforscherin
  • Udo Sierck, Aktivist der Krüppelbewegung, hat unter Anderem im vergangenen Jahr ein Buch zum Veranstaltungsthema unter dem Titel „Budenzauber Inklusion“ geschrieben

Ort: K-Fetisch, Wildenbruchstraße 86, Berlin-Neukölln
Zeit: Mittwoch, 21. Mai 2014, 19.30 Uhr

Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache wird bereitgestellt.

Workshop

UN_SICHTBARKEIT Ver_rücktheit Wahnsinn

Kreativworkshop
(im Rahmen der Mad&Disability Pride Parade 2014 Kampagne)
Die erste „behindert und verrückt feiern“ – Pride Parade Berlin fand 2013 statt.
Ausgangspunkt dieses Workshops ist die Frage wie wir bei der diesjährigen Parade am 12. Juli Ver_rücktheit und Wahnsinn, aber auch unsere Angst, Trauer und Wut auf die Straße tragen können.

Nach einer kurzen Einführung möchten wir im ersten Teil verschiedene Fragen rund um die Un_Sichtbarkeiten von Ver_rücktheit und Wahnsinn diskutieren. Z.B.: Wie hängen psychiatrische und soziale Kontrolle mit unserer Un_Sichtbarkeit zusammen? Wieso wollen wir sichtbar sein? Und wieso wollen wir unsichtbar sein? Welche Un_Möglichkeiten haben wir die herrschenden Repräsentationsregime zu unterlaufen?
Im zweiten Teil wollen wir dann kreativ werden, basteln, Schilder schreiben, Transparente malen… oder auch weitergehend überlegen was wir konkret machen können.

Wir werden ein bisschen Material zum Basteln mitbringen.
Es kann gerne auch eigenes Material mitgebracht werden.
Wir freuen uns auf eure Ideen!

Diese Veranstaltung soll für Menschen mit eigener Psychiatrieerfahrung, Krisenerfahrung und/oder Erfahrung mit Verrücktheit sein.

Schmuggel, Schlupf und Widerstand!

Eine Übersetzung ist möglich für:
DGS – Dt. Gebärdensprache, Englisch Lautsprache.

Bitte gebt dies und eventuelle andere Bedürfnisse bei eurer Anmeldung an.
Anmeldung bis spätestens 2 Wochen vor dem Workshop an uli[ät]naturfreundejugend-berlin.de

Wann? 11. Mai 2014 14-18 Uhr
Wo? Gneisenaustrasse 2a, 10961 Berlin
Die SFE ist barrierearm, Zugang mit Rolli möglich.

2013

Workshop

.. im Rahmen Im Rahmen der Veranstaltungsreihe:
what makes us sick – schön, gesund, leistungsstark: total normal?!

Workshop: Was ist radikale Psychiatriekritik?

Was passiert, wenn wir nicht mehr funktionieren? Was heißt es, in unserer Gesellschaft das Etikett „psychisch krank“ zu bekommen? Wie sieht eine radikale Kritik am Krankheitsbegriff aus?

Wir wollen eine Einführung in die radikale Psychiatriekritik geben, historische Bezüge zur Antipsychiatrie herstellen und uns gemeinsam Fragen dazu stellen, was radikale Kritik am psychiatrischen System heißen kann und welche allgemeine Gesellschaftskritik hier mitgedacht werden muss.

Es handelt sich um eine Einführungsveranstaltung, die keinerlei Vorwissen voraussetzt. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.

Samstag / 20. April 2013 / 18 Uhr / Schreinerstr. 47, Berlin-Friedrichshain

Workshop

… in Oldenburg

Psychiatrisierte Menschen, die in Hausprojekten Zuflucht suchen; Wohngemeinschaften, in denen die Hälfte der Mitbewohner Therapie machen; Publikationen, die durch Betitelung mit psychiatrischen Diagnosen Menschen abwerten und zur Einnahme von Psychopharmaka aufrufen – der ganz normale Alltag in der radikalen Linken. Es erscheint wie im alten Sprichwort „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“, wenn sich die radikale Linke weiterhin die Frage stellt „Was hat Antipsychiatrie mit uns zu tun?“

Der Workshop gibt einen einführenden Einblick in das psychiatrische System und zeigt Perspektiven der theoretischen Kritik an diesem auf. Wie lässt sich radikale Kritik am gegenwärtigen psychiatrischen System formulieren und umsetzen? Was lässt sich aus der bisherigen Geschichte der antipsychiatrischen Bewegung lernen? Welche Möglichkeiten gibt es, Menschen die in einer kapitalistischen Gesellschaft ver-rückt werden abseits der institutionalisierten psychiatrischen Landschaft zu unterstützten? Wie hängt die Diskriminierung von sogenannten „psychisch Kranken“ mit anderen Diskriminierungsmechanismen zusammen? Anhand des Radical-Peer-Support Konzeptes wird aufgezeigt, wie gegenseitige Unterstützung abseits des psychiatrischen Systems möglich ist. Anschließend wird das Thema von der praktischen Seite angegangen, indem verschiedene Ideen und Wege der Unterstützung gemeinsam erarbeitet werden.

06.04.13

2012

Workshop

… im Rahmen der Seminare 2012/13 der NFJ Berlin

doing sanity // doing madness

wenn wir funktionieren, performen wir sanity. wenn wir nicht mehr funktioneren, abdrehen, durchdrehen, verrrückt werden, performen wir
madness. im gegensatz zum doing sanity, welches im kapitalitischen system vorraussetzung zur arbeitstätigkeit darstellt, wird performte madness stigmatisiert, unterdrückt und in das psychiatrische system abgeschoben. diesem system stehen konzepte des radical peer supports entgegen.
wie können menschen in ihrem doing madness begleitet werden ohne den linksradikalen anspruch nach selbstbestimmung der begleiteten menschen aufzugeben? wie wird doing madness gesellschaftlich geprägt und somit normiert? wie kann performte madness kritisiert werden? wie kann mensch sich abgrenzen und mit der belastung in der begleitung umgehen? wann erreicht doing madness seine grenzen?

ein workshop mit einigen antworten und vielen offen bleibenden fragen.

01.12.2012

Podium

2013 wird voraussichtlich das DSM V erscheinen. In ihm werden die Diagnosen für die sog. „psychischen Krankheiten“ für den nordamerikanischen Raum festgelegt. Dieses Handbuch hat einen enormen Einfluss auf die Definierung der entsprechenden Diagnosen im Manual der Weltgesundheitsorganisation, welches die Grundlage der Abrechnung für die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland bildet. Dass die Diagnose „Geschlechtsidentitätstörung“ vom DSM IV für das DSM V übernommen werden soll, hat bereits im Vorfeld zur breiten Formierung von Protest geführt. U.a. hat sich ein internationales „Stop Transpathologization 2012“ Bündnis gegründet.

Der Protest gegen die Diagnose Geschlechtsidentitätstörung deckt exemplarisch die Schnittstellen zwischen antipsychiatrischen / psychiatriekritischen und die von lgbtiq-Gruppierungen formulierte Kritik auf. So spielt die Psychiatrie eine wesentliche Rolle in der Konstruktion von Geschlecht – u.a. wurde die Frau mit der Diagnose Hysterie zum “kranken Geschlecht“ und Homosexualität galt bis 1992 als psychische Krankheit. Im Rahmen eines Bündnisses kam es zu Beginn 2012 zu einer ersten Zusammenarbeit in Berlin. Eine radikalere Kritik am psychiatrischen System seitens der lgbtiq-Gruppierungen wurde hierbei von den psychiatriekritischen Gruppierungen gewünscht.

Im Rahmen eines öffentlichen Podiums sollen nun mögliche Konfliktlinien, aber auch Möglichkeiten politischer Zusammenarbeit diskutiert werden.

16//11//12 19 Uhr

k-fetisch

Wildenbruchstr.86

12045 Berlin

Am Podium nehmen Vertreter_innen von folgenden Initiativen/Institutionen teil:

ABQueer [www.abqueer.de]
AKPsychiatriekritik [freakoutcrazy.com]
Ikarus Projekt Dresden [wahnsinnistunsinn.noblogs.org]
STP2012 [http://www.stp2012.info/old/de]
TRIQ [www.transinterqueer.org]
Weglaufhaus [www.weglaufhaus.de]

Workshop

WORKSHOP

Radical Peer Support – praktische Psychiatriekritik selbst gemacht

Am 10. November im AZ Conni in Dresden, 11 bis 17 Uhr.

INHALT

Psychiatrisierte Menschen, die in Hausprojekten Zuflucht suchen; Wohngemeinschaften, in denen die Hälfte der Mitbewohner Therapie machen; Publikationen, die durch Betitelung mit psychiatrischen Diagnosen Menschen abwerten und zur Einnahme von Psychopharmaka aufrufen – der ganz normale Alltag in der radikalen Linken. Es erscheint wie im alten Sprichwort „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“, wenn sich die radikale Linke weiterhin die Frage stellt „Was hat Antipsychiatrie mit uns zu tun?“

Der Workshop gibt einen einführenden Einblick in das psychiatrische System und zeigt Perspektiven der theoretischen Kritik an diesem auf. Wie lässt sich radikale Kritik am gegenwärtigen psychiatrischen System formulieren und umsetzen? Was lässt sich aus der bisherigen Geschichte der antipsychiatrischen Bewegung lernen? Welche Möglichkeiten gibt es, Menschen die in einer kapitalistischen Gesellschaft ver-rückt werden abseits der institutionalisierten psychiatrischen Landschaft zu unterstützten? Wie hängt die Diskriminierung von sogenannten „psychisch Kranken“ mit anderen Diskriminierungsmechanismen zusammen? Anhand des Radical-Peer-Support Konzeptes wird aufgezeigt, wie gegenseitige Unterstützung abseits des psychiatrischen Systems möglich ist. Anschließend wird das Thema von der praktischen Seite angegangen, indem verschiedene Ideen und Wege der Unterstützung gemeinsam erarbeitet werden.

ANMELDUNGEN

Wir wollen den Workshop für alle so angenehm wie möglich gestalten. Bitte schreibt uns deshalb bis 28. Oktober eine Mail, dass ihr daran teilnehmen wollt. Das erleichtert uns die Vorbereitungen.

KINDERBETREUUNG

Wenn ihr für die Zeit des Workshops eine Betreuung für eure Kinder braucht, nehmt bitte möglichst bald mit uns Kontakt auf, damit wir das organisieren können.

MAIL

projekt-ikarus-dresden@autistici.org

RÜCKMELDUNG

Ihr erhaltet von uns zeitnah eine Bestätigung für eure Anmeldung, in der wir euch mit aktuellen Infos zum Workshop versorgen.

BLOG

Schaut bitte auch regelmäßig hier auf unseren Blog für genauere Infos zum Ablauf, zum Rahmenkonzept und zu organisatorischen Dingen.

wahnsinnistunsinn.noblogs.org

NETZWERK

Bitte leitet diese Einladung an alle Menschen weiter, die ihr kennt und die sich vielleicht für das Thema interessieren.

Wir kennen nicht alle aktiven Gruppen und haben daher bestimmt manche nicht berücksichtigt. Seid uns daher bitte nicht böse, wenn wir eure Gruppe vergessen haben. Schreibt uns eine Nachricht, wenn eure Gruppe über unsere Veranstaltungen informiert werden möchte.

Workshop

… im Rahmen des Rebellischen Zusammentreffen 2012

Gegenseitige Unterstützung – Eine Alternative zur Psychatrie?

Obwohl viele selbst oder durch Freunde_innen/Bekannte schon in Kontakt zur Institution Psychiatrie stehen und die Zahl der Betroffenen auch in linken Zusammenhängen eher wächst, steht das Thema weit außerhalb alltäglicher linker Diskurse. Zudem ist der Umgang dominiert von Unsicherheiten und Voruteilen gegenüber psychisch „kranken“ Menschen und das Thema selbst wird in den Bereich des persönlichen gedrängt und heute selten im Zusammenhang mit Gesellschafts- und Kapitalismuskritik gesehen. Der ca. vierstündige Workshop soll einen einführenden Einblick in das psychiatrische System geben und Möglichkeiten der theoretischen Kritik an diesem aufzeigen. Wie gegenseitige Unterstützung abseits des psychiatrischen Systems möglich sein kann, wird anhand des Radical-Peer-Support Konzeptes dargestellt. Schließlich werden wir verschiedene Ideen und Möglichkeiten der Unterstützungsarbeit zusammen mit den Teilnehmer_innen erarbeiten und so versuchen, das Thema auch von einer praktischen Seite anzugehen.

Workshop

… im Rahmen des NJF Sommercamp 2012

doing sanity // doing madness

wenn wir funktionieren, performen wir sanity. wenn wir nicht mehr funktioneren, abdrehen, durchdrehen, verrrückt werden, performen wir
madness. im gegensatz zum doing sanity, welches im kapitalitischen system vorraussetzung zur arbeitstätigkeit darstellt, wird performte madness stigmatisiert, unterdrückt und in das psychiatrische system abgeschoben. diesem system stehen konzepte des radical peer supports entgegen.
wie können menschen in ihrem doing madness begleitet werden ohne den linksradikalen anspruch nach selbstbestimmung der begleiteten menschen aufzugeben? wie wird doing madness gesellschaftlich geprägt und somit normiert? wie kann performte madness kritisiert werden? wie kann mensch sich abgrenzen und mit der belastung in der begleitung umgehen? wann erreicht doing madness seine grenzen?

ein workshop mit einigen antworten und vielen offen bleibenden fragen.

23.07.12 // 16 – 19 Uhr

Podiumsdiskussion

… im Rahmen des IDAHOT* Jena 2012-Festivals

http://www.idahot-jena.de/veranstaltungen/film-diskussion-diagnosing-difference

Während Homosexualität spätestens seit 1990 nicht mehr als Krankheit diagnostiziert werden kann, werden Menschen, die sich einem anderen als dem zu Geburt zugewiesenen Geschlecht zugehörig fühlen, immer noch durch die Diagnose „Geschlechtsidentitätsstörung“ (Gender Identity Disorder: GID) pathologisiert.

Der Dokumentarfilm „Diagnosing Difference“ stellt zunächst die problematischen Diagnosemerkmale aus dem auch in Deutschland maßgeblichen US-amerikanischen Diagnosemanual DSM-IV vor und diskutiert anschließend mit Betroffenen die Auswirkungen auf ihr Leben.

Gemeinsam mit dem FSU-Arbeitskreis „Psychokino“ und einigen Vertreter_innen des Arbeitskreises „Psychiatriekritik“ der Naturfreundejugend Berlin werden anschließend die aktuellen Erkentnisse und Positionen zum Thema GID diskutiert.

Ort: Kassablanca, Felsenkellerstraße 13a

Datum: Di, 15. Mai, 18 Uhr

Wieviel: Eintritt frei

Soli-Kundgebung

am Montag, 26.03.12
Zwangspsychiatrisierung von Alex sofort stoppen !

um 15.00 Uhr
vor der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft,
Bernhard-Weiß-Str.6,
10178 Berlin-Mitte,
S:/U:Alexanderplatz

Die 11 jährige Alex lebt als Mädchen – entgegen ihrem bei der Geburt
zugewiesenem Geschlecht. Das wird von einem Berliner Jugendamt als so problematisch angesehen, dass es Alex unter Androhung der Zwangseinweisung auffordert, sich in psychiatrische Behandlung der Charité zu begeben.

Schluss mit Pathologisierung und Psychiatrisierungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die nicht demjenigen Geschlecht entsprechen, welches in ihrer Geburtsurkunde festgelegt wurde!
Dies ist keine Einzelgeschichte – Institutionen wie das Jugendamt und die Charité üben durch Zwang und psychischen Druck Gewalt auf Menschen aus!

Psychiatrisierung und Geschlechtsnormierung durch Jugendamt und Beier stoppen!

Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung !
Für eine selbstbestimmte medizinische Versorgung !
– für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – !
Stopp die Pathologisierung von trans* Menschen !
Jedes Geschlecht und jede Geschlechts-identität ist ein Recht
– keine Krankheit !
Streichung der Diagnose „Geschlechtsidentitätsstörung“ aus den Krankheitskatalogen ICD und DSM!

Aktionsbündnis ALEX

Soliparty

Freitag der 13.! Die Party zum Datum!
Am Freitag, 13.Januar, veranstaltet der AK Psychiatriekritik eine Soliparty für den FAQ-Laden. Los geht’s um 22 Uhr in den Räumen des FAQ (Jonasstraße 40, Neukölln). Musik gibt’s von Zakagenda (crazy shit), Djane fingerdance (electro/trash) und Babfingo&von schloch (laszivpop).
Außerdem herzhafte Häppchen. Soli 2-3 Euro.

On January 13th the AK Psychiatrie-Kritik presents the crazy FAQ-Soliparty! 10pm at FAQ (Jonasstraße 40). Crazy music by Zakagenda (crazy shit),  Djane fingerdance (electro/trash) and Babfingo&von
schloch (laszivpop).
Crazy finger-food and drinks! 2-3 euro entrance fee.


2011

Vortrag

Shoahrelativierung in der Antipsychiatrie

Download Audiomitschnitt

Die organisierte radikale Kritik an der Psychiatrie, die Antipsychiatrie, setzt sich für die Abschaffung der Psychiatrie bzw. des Zwangs in ihr und für Alternativen ein. Von Anbeginn vergleicht oder setzt ein Teil dieser Bewegung die zeitgenössischen Psychiatrie in eins mit der nationalsozialistischen Psychiatrie. Nur selten fällt der Blick dabei auf tatsächlich vorhandene personelle und theoretische Überschneidungen. So soll sich u.a. von der NS-Psychiatrie bis zur heutigen Zeit ein Kontinuum in den Methoden und Todeszahlen ziehen oder die NS-Psychiatrie wird als Vorstufe zu einer noch viel grausameren institutionellen Praxis betrachtet.
Während des Vortrags werden verschiedene Formen dieses Geschichtsrevisionismus in der organisierten Antipsychiatrie aufgezeigt und mögliche theoretische Entstehungshintergründe beleuchtet. Ziel ist weniger die Darbietung einer abgeschlossenen Erklärung als die Sensibilisierung für ein in der Antipsychiatrie und in der radikalen Linken weitgehend unbeachtetes Thema.

13.10.11/ / 19:00 Uhr// Tristeza

Eine Veranstaltung des AK Psychiatriekritik: Der AK Psychiatriekritik ist ein Arbeitskreis der NFJ Berlin und besteht seit Anfang 2010. Sich aus Betroffenen und Nichtbetroffenen zusammensetzend widmen wir uns theoretischer und praktischer Kritik am psychiatrischen System.

Workshop Radical Peer Support

Obwohl viele selbst oder durch Freunde_innen/Bekannte schon Lebenskrisen erfahren haben, die sie in Kontakt mit dem psychiatrischen System brachten und die Zahl der Betroffenen auch in der Linken eher wächst, steht das Thema weit außerhalb alltäglicher linker Szene-Diskurse. Das Thema selbst wird darüber hinaus in den Bereich des Persönlichen gedrängt und heute selten im Zusammenhang mit Gesellschafts- und Kapitalismuskritik gesehen. Es scheint, der Austausch über eigene Schwächen und Zusammenbrüche ist mit der Identifikation des Bildes von autonomen Streetfigher_innen schlecht vereinbar. Statt Auseinandersetzung und gegenseitigem Support erfolgt oftmals der Verweis auf „professionelle Hilfe“, die sich mit dem „Thema“ auskennen würde.

Der AK Psychiatriekritik der NFJ möchte mit diesem Workshop genau an dieser Stelle einhaken. Wir möchten Tabus brechen und fragen, wie abseits des oftmals repressiven, individualistischen und Gesundheit mit Produktivität gleichsetzenden psychiatrischen Systems Supportstrukturen aufgebaut werden können, die mit einer radikalen Gesellschaftskritik vereinbar sind.

http://www.naturfreundejugend-berlin.de/

Der Workshop wird von einem Mitglied des Icarus Project angeboten. Es handelt sich dabei um ein sich als politisch radikal verstehendes und künstlerisch aktives Support-Netzwerk aus den USA von und für Menschen, die mit dem kämpfen und leben, was in der Regel als „psychische Krankheit“ gelabelt wird. Das Icarus Project setzt sich für eine Kultur und Sprache ein, die unsere tatsächlichen Erfahrungen widerspiegelt und nicht versucht, unsere Leben in vorgefertigte Boxen zu packen. Mehr über das Icarus Project erfährst du auf:

www.icarusproject.net

Der Workshop findet am 26.6. von 13.00 bis 17.00 Uhr in den Räumen der SFE statt.

Gneisenaustr. 2a, Berlin Kreuzberg.Die Räume sind barrierearm
[Lastenaufzug vorhanden]
Bitte meldet euch per Mail an:

Der Workshop findet auf Englisch statt, Kleingruppenarbeit in Deutsch.
Für eine Übersetzung von Englisch in Deutsch und von Deutsch in Englisch wird gesorgt.
Es wird einen Safer Space geben, in dem Menschen, wenn ihnen Inhalte des Workshops zu nahe gehen, sich zurückziehen können und auf Wunsch sich mit anwesenden Ansprechspersonen austauschen können.

Danach soll es Zeit für Diskussion und Austausch geben. Mit VoKü anschließendem Filscreening (20 Uhr SFE)


Filmreihe

26.6.11 // 20 Uhr // SFE // Film, Diskussion und Vokü

Wir, der AK Psychiatriekritik der Naturfreundejugend, laden Euch an drei aufeinanderfolgenden Filmabenden zum Zuschauen und mit Diskutieren ein.

„CrookedBeauty“ ein Film von Ken Paul Rosenthal http://crookedbeauty.com/
Der Film erzählt die transformative Reise der Künstlerin und Aktivistin Jacks Mc Namara – von erlebter sexualisierter Gewalt in der Kindheit,folgendem Psychiatrieaufenthalt,hin zum Aufbau von Supportstrukturen und ihrer Arbeit im Icarus Project. Der Film zeigt ein sehr intimes und intensives Portrait ihrer Suche nacheinem Leben mit Mut und in Würde und der Kritik an herkömmlichenpsychiatrischen
Behandlungen.Crooked Beauty verwandelt das Stigma „psychische Störung/Krankheit“ durch einen neuen Umgang mit „Heilung“ und einen politischen Blick auf“Wahnsinn“(auch) als Ausdruck von Kreativität,
Inspiration und Hoffnung.

12.6.2011 // 20 Uhr // Tristeza Panierstr. 5

Der Film „Diagnosing Difference“ (2009) von Annalise Ophelian problematisiert in Form von Interviews die Gender Identity Disorder (Geschlechtsidentitätsstörung). Nach einer kurzen Beschreibung der Diagnosekriterien im US-amerikanischen Diagnosemanual (DSM IV) diskutieren Betroffene deren Auswirkungen auf unterschiedlichen Ebenen. Der Film ist auf Englisch ohne Untertitel.

5.6.2011 // 20 Uhr // Tristeza Panierstr. 5

I’m a Cyborg, but that‘s OK.
Südkorea 2006, 107 Minuten
Regie: Park Chan-wook

Der südkoreanische Regisseur Park Chan-wook wählt in I’m a Cyborg, but that’s OK, die Psychiatrie, die hier eine Mischung aus quietschbuntem Phantasieland und repressiver Institution ist, als Ort des Geschehens. Über die Hauptprotagonistin, die glaubt eine Art Roboter zu sein, erschließen wir uns die verschiedenen Wirklichkeiten der unterschiedlichen Menschen die dort als Patient_innen leben und kommen in Kontakt mit Themen wie Normalität, institutioneller Gewalt, Ausschluss und Solidarität. Der Film nähert sich auf oft lustige und skurrile Weise den Themen Psychiatrie und Psychiatriekritik. Wir wollen I’m a Cyborg gemeinsam schauen und uns danach ein wenig in Überlegungen stürzen, über Punkte der Psychiatriekritik die dort verhandelt werden, die Art und Weise wie das geschieht und auch mögliche Kritikpunkte am Film thematisieren.

Diagnosing Difference

Habt ihr euch schon immer gefragt, „was macht wohl dieser ak crazy shit [psychiatriekritik]“? Am 3.2. könnte ihr es herausfinden und uns persönlich kennenlernen! Im Rahmen der Action Week des antisexistischen Infoladens f.a.q. werden wir den Film diagnosing difference zeigen. Ihr seit herzlich eingeladen!

der ak crazy shit

Donnerstag, den 3.3.11// 20 Uhr// faq// Jonasstraße 40// nähe U-8 Leinestraße/ Hermannstraße

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